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   2015
 

 Ralf Schneider
 

 


 von links
 Bild 1 | Boote am Strand
 Bild 2 | Stiller Abschied
 Bild 3 | Dicke Linde

     

 Biographie

- geboren 1963 in Mittweida
- aufgewachsen und wohnhaft in Geringswalde
- nach Schule und Armeedienst Studium an
der FH für Verkehrstechnik Dresden in der
Fachrichtung Brückenbau
- seit 1989 als Bauingenieur tätig

Als Kind hätte ich auf die Frage nach meinem Berufswunsch geantwortet: Maler oder Naturforscher. Auch wenn sich beide Wünsche nicht erfüllt haben, sondern das Bauingenieurwesen zu meinem Beruf wurde, war die Kunst immer gegenwärtig und hat mich seit meiner frühesten Jugend begleitet. Die besondere Liebe zur Natur und die Neugier, den Dingen auf Grund zu gehen, genau zu beobachten und dann das Gesehene nach meinem Willen und meiner Interpretation künstlerisch umzusetzen, sind für mich ein besonderer Anreiz und Passion zugleich.

Dabei sind es besonders die Formen und Strukturen, die Oberflächen und die Vielfalt der grafischen Elemente, die uns die Natur anbietet und die mich faszinieren. „Denn wahrhaftig steckt die Kunst in der Natur, wer sie heraus kann reißen, der hat sie“ so der großartige Kupferstecher und Wegbereiter der Radierung Albrecht Dürer. Mit „Herausreißen“ ist zu Dürers Zeit nicht nur das Zeichnen, sondern auch das Ritzen: die Kunst der Radierung gemeint.
Aber der Weg zur Radierung führt über das Zeichnen. Das dafür notwendige Rüstzeug konnte ich mir in den 1980er Jahren im Mal- und Zeichenzirkel, den der Geringswalder Grafiker Eberhard Heinicker ins Leben gerufen hatte, aneignen. In dieser Zeit entdeckte ich auch den Reiz der Linie und begann mich intensiv mit den Techniken der grafischen Kunst zu beschäftigen. Die Möglichkeiten in der DDR waren jedoch aufgrund der allgemeinen Mangelwirtschaft, die sich natürlich auch auf die Verfügbarkeit der notwendigen Materialien und Geräte für die künstlerische Arbeit auswirkten, sehr beschränkt.

Aber vielleicht war es auch gerade dieser Mangel, der mich dazu führte, die Zeichnung als künstlerische Ausdrucksform weiter zu vertiefen und damit die Grundlagen meiner heutigen Arbeit zu schaffen. Der Umbruch der 1990er Jahre brachte dann den Überfluss an Materialien und auch ich versuchte mich in allerlei neuen Techniken und erlag zeitweise dem „Farbenrausch“. Die Ergebnisse konnten mich dann aber doch nicht überzeugen. Vor ca. zehn Jahren habe ich mich deshalb wieder verstärkt der Grafik mit Zeichnen und Linolschnitt zugewandt. Als 2009 eine Ausstellung zum Thema Radierungen im CENTRO ARTE MONTE ONORE vorbereitet wurde, konnte ich erste Versuche in dieser Technik ausführen. Die Möglichkeiten, durch abgestuftes Ätzen und Abdecken oder Hinzufügen von Linien differenzierte Licht- und Dunkelflächen zu erzeugen und dennoch feinste Linien und Details darzustellen, haben mich derart fasziniert, dass ich mir noch im selben Jahr eine eigene Druckwerkstatt eingerichtet habe, um mir diese Technik mit all den Varianten und Facetten voll erschließen zu können. In den letzten sechs Jahren sind vor allem Strichradierungen, Aquatinta und einige Kaltnadelradierungen entstanden.

Ausstellungen (Auswahl):
- 2008 Personalausstellung Burg Kriebstein
- 2009 Gemeinschaftsausstellung im CENTRO ARTE MONTE ONORE
- 2010 Personalausstellung Ärztehaus Waldheim
- 2011 Gemeinschaftsausstellung Shenton Gallery Perth
- 2012 Teilnahme parallax art fair London
- 2013 Gemeinschaftsausstellung Kunstschranne Weißenburg
- 2014 Personalausstellung Kleine Galerie im Rathaus Döbeln