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  Sommersymposium 2015

Bild oben: das idyllisch gelegene Anwesen der Gastgeberin Christine Werzner

Auf dem Gruppenfoto v.l.n.r.
Jan Bärmig
Uwe Schwarz
Rafael Gamez
Lothar Hoffmann
Volker Beyer
Barbara Graupner
Carla Loose
Regine Lipkowsky
Cornelia Zabinsky (sitzend)
? Werzner
Lutz Lipkowsky
Martina Hoffmann
Lichtblau
Heiner Hofmann

außerdem dabei:
Mario Graupner, Christine Werzner, Steffan Werzner

weitere Bilder:
Rafael Gamez, Cornelia Zabinski, Uwe Schwarz und Heiner Hofmann bei ihrer kreativen Arbeit



 

Künstler finden in Stolzenhain Inseln für die Inspiration
Knapp 30 Künstler aus dem Erzgebirge, aus Mittelsachsen und Chemnitz haben sich am Wochenende zu einem Symposium in Stolzenhain getroffen.
Von Jan Görner
erschienen am 29.06.2015 (Freie Presse, Marienberg)

Stolzenhain. Ihre gute Laune und ihre Kreativität haben sich die Teilnehmer auch nicht vom Regen nehmen lassen. Künstler aller Couleur ließen ihrem Können auf Christine Werzners Grundstück in Stolzenhain freien Lauf. Maler, Drucker, Designer, Holzbildhauer, Musiker, Innenarchitekten und Papierschöpfer nutzten die Gelegenheit zum künstlerischen Austausch.
Veranstaltet hat das Symposium der Verein Turmgalerie Augustusburg. Die Gastgeberin Christine Werzner ist eines von insgesamt etwa 30 Mitgliedern. Viele Gedanken hatte sie sich im Vorfeld gemacht, damit die Veranstaltung gelingt. Überall in ihrem Garten legte sie kleine Inseln an. Dorthin konnten sich die Künstler einzeln oder in Gruppen zurückziehen, um zu arbeiten. Auf der Wiese standen liebevoll arrangierte Tischchen mit Weingläsern und den dazugehörigen Stühlen.
Um die Künstler für bestimmte Motive zu sensibilisieren, legte sie blaue Bilderrahmen um einige Blüten mitten in ihrem Garten, um einen Stein oder etwas anderes, das sich ihrer Meinung nach zu malen lohne. "Das war natürlich mehr ein Gag. Ich weiß, dass die Künstler sich ohne diese Hilfe von der Muse küssen lassen und ihre Motive finden", so die Stolzenhainerin.
Nur das Wetter wollte am Samstag nicht so recht mitspielen. Durch den Regen waren einige der angedachten Inseln nicht benutzbar. Deshalb ließen sich die Künstler unter den vielen Dächern nieder, die ihnen der Garten bot. Einige saßen oder standen dort ganz allein. Unter anderen Dächern bildeten sich kleinen Trauben aus den Teilnehmern des Symposiums.
Die Versorgung hatte Christine Werzner in der großen Scheune arrangiert. Der Raum war unter anderem mit verschiedenen Arbeiten der Modedesignerin geschmückt. Vor allem Modegrafik hatte sie dort präsentiert. Das Grundstück der Werzners umfasst etwa 40.000 Quadratmeter. "Wenn es mal gerade nicht regnet, dann können die Künstler im Wald malen oder bis runter zur Flöha gehen. Deshalb fällt es gar nicht auf, dass hier so viele Leute sind", sagte die Modedesignerin.
Henning Hoffmann schwang im oberen Bereich des Gartens seine Kettensägen und kreierte eine Marienfigur aus einem Stamm. "Das ist für uns alle eine sehr arbeitsintensive Zeit. Es kommt etwas dabei heraus. Wir treffen uns sonst eher selten", sagte der Augustusburger.
Unweit davon stand Christine Werzners Sohn Rüdiger. Auf der Veranda hatten sich Barbara und Mario Graupner aus Flöha niedergelassen. Sie tauschten sich über ihr nächstes Innenarchitektur-Projekt aus. "Hier können wir das einmal ganz in Ruhe tun. Wir haben uns schon sehr lange darauf gefreut. Die Gegend ist einfach traumhaft für kreative Arbeiten", sagte sie.

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